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Stiftung für Baselbieter Baukultur
c/o Markus Jermann
Schloss Zwingen
Schlossgasse 2
4222 Zwingen
Die dem Baselbieter Heimatschutz nahestehende Stiftung hat die Erhaltung und Förderung der Baselbieter Baukultur und insbesondere den Erhalt von qualitativ wertvollen Bauten und solchen von kulturhistorischer Bedeutung zum Zweck. Sie wurde im Jahre 2004 gegründet. Ihre Stiftungsräte sind:
Dr. Doris Huggel, Präsidentin
Langbodenweg 10, 4148 Pfeffingen, 061 751 50 60
Peter Paul Hemmig, Vizepräsident
Staffelenweg 9, 4460 Gelterkinden, 061 761 35 10
Markus Jerman, Kassier
Schlossgasse 2, 4422 Zwingen, 061 761 35 10
Eduard Belser
Weiherhofstrasse 29, 4415 Lausen, 061 921 06 67
Dr. Thomas Christen
Hauptstrasse 58, 4437 Waldenburg, 061 961 14 27
Gefährdete Bauwerke
Die Stiftung Baselbieter Baukultur nimmt sich der verschiedensten Bauten an, seien es Wohnhäuser, landwirtschaftliche Gebäude, industrielle Objekte und so weiter. Im Stiftungsrat sind Wissen und Erfahrung aus verschiedensten Fachgebieten vereinigt, um den Stiftungszweck bei den einzelnen Objekten optimal zu erfüllen. Sollten Sie ein Bauobjekt kennen, mit dem niemand mehr etwas anzufangen weiss, das vom Verfall bedroht ist oder sonst einer Gefährdung ausgesetzt, melden Sie sich bitte bei uns.
Bisherige Engagements
1. Die Rettung der alten Eisenbahnbrücke über die Frenke bei Liestal
Im Jahre 2005 konnte die Stiftung Hand bieten zur Rettung der ältesten erhaltenen Bahnbrücke der Schweiz aus Eisen, für die sich im Vorfeld verschiedene Persönlichkeiten eingesetzt hatten. Entworfen vom Eisenbahningenieur Carl von Etzel und gefertigt in der Eisenkonstruktionswerkstätte von Hans Georg Stehlin in Nieder-Schönthal/Liestal, wurde die dreifeldrige Gitterfachwerkbrücke aus Schweiss- und Gusseisen zwischen Januar und Oktober 1854 unter der Leitung des Ingenieurs Johannes Merian, dem späteren Basler Kantonsingenieur, errichtet. Obschon durch die Zeiten immer wieder den Bedürfnissen angepasst, ist sie ein wichtiger Zeuge aus den Anfängen der Schweizerischen Centralbahn und ebenso einer des Industriekantons Baselland.
Die vom Abbruch bedrohte Brücke konnte durch die tatkräftige Unterstützung von Herrn Toni Häfliger von der Fachstelle für Denkmalschutzfragen der SBB von unserer Stiftung übernommen werden. Sie gewährleistet die weitere Erhaltung vor Ort.
2. Das Bahnwärterhäuschen in Lausen
Leider sind unsere Bemühungen um den Erhalt des Bahnwärterhäuschen in Lausen, das aus dem Jahre 1886 stammte, gescheitert. Die Gemeinde Lausen plante die Strassenführung bei diesem Haus neu. Auf unsere Vorschläge, das Haus zu übernehmen und für seinen Erhalt andernorts zu sorgen, reagierte die Gemeinde mit dem überraschenden Abbruch. Damit ist ein bescheidener und liebenswürdiger Zeuge des einstigen Bahnbetriebs verschwunden.
3. Das Taunerhaus in Reinach
Zwanzig Jahre lang tobte ein politischer Kampf um die Erhaltung oder den Abbruch des Taunerhauses in Reinach. Im Frühling 2007 beschloss der Einwohnerrat Reinach, eine Restaurierung sei mittlerweile zu teuer, womit er faktisch dem Abbruch zustimmte. Seither ist unsere Stiftung mit der Rettung dieses Hauses armer Leute beschäftigt. Es soll in seiner ganzen Einfachheit restauriert und mit zeitgemässem, aber bescheidenem Komfort ausgestattet werden. Danach kann das Haus im Dorfzentrum vermietet werden. Es eignet sich für ein ruhiges Gewerbe, allenfalls Wohn-Arbeits-Nutzung. Die Stiftung will das Haus erhalten, weil es seit seinem Bau (wohl 17. Jahrhundert) zwar erweitert, aber nie stark modernisiert wurde, was im Kanton Baselland sehr selten ist. Zudem betrieb die einst arme Gemeinde Reinach seit den 60er Jahren eine Baupolitik, die städtische Verhältnisse zum Ziel hatte. Dadurch konnten sich bis heute nur vereinzelte alte Häuser erhalten, deren Tage wohl auch gezählt sind. Die Gemeinde droht ihre Geschichte ganz aus den Augen zu verlieren.
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