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1992: Therwiler Bahnhofschulhaus
1993: Reigoldswiler "Sonne"
1994: "Vitra Center" Birsfelden
1995: "Untere Fabrik" Sissach
1996: Wohnsiedlung Zwingen
1997: Itinger Ortsplanung
1998: Privathäuser Oberwil und Biel-Benken
1999: Oltinger Strassenräume
2000: 50 Jahre Baselbieter Heimatschutz
2001: Kloster Schönthal mit Pächterhaus
          Anbau Gemeindeverwaltung Biel-Benken
2002: Altes Schlachthaus Laufen

2003: Römerstadt Augusta Raurica
2004: Villa Gelpke und Wirtschaft zum Rössli
2005: Neues Gemeindehaus, Reinach
2006: Bauerngärten im Baselbiet
2007: Gemeinde Nenzlingen
2008: Sanierung Realschule Aesch
2009: Freidorf Muttenz

2010: keine Prämierung

 

1992: Therwiler Bahnhofschulhaus

 

 

 

   
   

Das 1899 erbaute Schulhaus wurde in den 1970er-Jahren architektonisch entstellend verändert. Bei der jüngsten Renovation war deshalb die Rekonstruktion jener Bauteile, die den Ursprungsbau einst charakterisierten, der einzig richtige Weg. Die erkennbar vorgenommenen Eingriffe nehmen die ehemalige Struktur in angenehmer Weise wieder auf.

Auftraggeberschaft:
Einwohnergemeinde Therwil
Architekt: Hans Ruedi Bühler, Bottmingen

 
 
   
1993: Renovation der Reigoldswiler "Sonne"
 
   

Die im positiven Sinn unspektakuläre Renovation, die alle baugeschichtlichen Daten ablesbar macht, kam durch ein ideales Zusammenspiel aller Beteiligter zustande und liess die "Sonne" als für das kulturelle und gesellschaftliche Dorfleben wichtige Wirtschaft vollumfänglich bestehen.

Auftraggeberschaft:
Michael Degen, Reigoldswil
Architektin: Verena Näf, Basel

 
 
   
1994: "Vitra Center" in Birsfelden
 
 
   

Viele moderne Bauten mit skulpturalem Anspruch zeigen das Formenvokabular eines belanglosen Dekonstruktivismus. Nicht so das Vitra Center. Hier ist die architektonisch sehr bewegte "Villa" mit ihren Konferenzräumen durch eine gediegene Galerie als Bindeglied mit dem ruhigen, rationalen Büroblock verbunden. Die Anforderungen an Funktionalität und Technik sind trotz der aussergewöhnlichen Form erfüllt. Die Massstäblichkeit des Ortes blieb dabei voll gewahrt.

Auftraggeberschaft:
Vitra AG, Birsfelden
Architekt: Frank Gehry, USA

 

 

 
 
   
1995: "Untere Fabrik" in Sissach
 
 
   

Mit der Unteren und der Oberen Fabrik kam die Industrie nach Sissach. Die beiden für die industrielle Bandweberei typischen Bauten bilden einen markanten Akzent am nördlichen Dorfrand. Die 1859 erbaute Untere Fabrik sollte der geplanten Umfahrung Sissachs weichen. Dank dem unermüdlichen Einsatz von Robert Häfelfinger wurde der geplante Tunnel verschoben, womit der dem Kanton Baselland gehörende Hauptbau gerettet wurde. Seit 1994 vermietet, dient das Haus nun kulturellen Anlässen.


Architekt: Robert Häfelfinger, Sissach

 
 
   
1996: Wohnsiedlung Zwingen
 
   

Durch das Ergänzen und Einordnen neuer qualitätvoller Bauten in das bestehende Reihenhausquartier erreichte die Siedlung eine eigene Identität. Es entstand eine gelungene, harmonische Verbindung von alten und neuen Bauten, welche auch sichtlich die Wohnqualität förderte.

Auftraggeberschaft:
Einwohnergemeinde Zwingen
Architekt: Michael Alder, Basel

 
 
   
1997: Itinger Ortsplanung
 
 
   

Der Dorfkern von Itingen gehört zu den schönsten Ensembles im Kanton und ist von nationaler Bedeutung. Während die Behörden einen Zonenplan erarbeiteten, erkannten sie die Verzahnung von Landschaft und Siedlung und gaben die Siedlungsplanung in Auftrag. Es resultierte daraus ein Grünraumkonzept und ökologische Vernetzungen im Siedlungsraum. Ein Fusswegnetz, ein flächendeckendes Verkehrsberuhigungskonzept und die Bemühungen um Erhaltung und Weiterentwicklung des Dorfkerns unter teilweiser Freihaltung der Hofstattbereiche sind die wegweisenden Leistungen von Itingen.

Auftraggeberschaft:
Einwohnergemeinde Itingen
Planer: Stierli+Ruggli Ingenieure und Raumplaner, Lausen;
Holzemer Raumplanung, Bottmingen

 

 
 
   
1998: zwei Privathäuser (Oberwil und Biel-Benken)
 
 
   

Die äusserst sanfte und sehr sparsam vorgenommene Renovation des Oberwiler Taglöhnerhauses bewahrte dessen ursprüngliche Ausstrahlung vollumfänglich. Hier war das Bewahren von Erinnerungen oberstes Prinzip, sekundiert von einem konkret bemessenen Budget.

Auftraggeberschaft:
M. Rohrer-Degen, Oberwil
Architekten: Rolf Furrer und François Fasnacht, Basel

In Biel-Benken wurden im oberen Teil der Scheune dem sanft renovierten Wohnhaus zusätzliche Wohnräume zugeordnet und dabei das Prinizip der Reversibilität mit dem "Haus im Haus" angewandt. Auch hier wurde die Konstruktion kaum angetastet, die Lichtführung ästhetisch hochstehend gelöst und der gewohnte, geschlossene Zustand der Scheune weitestgehend erhalten.


Auftraggeberschaft:
Familie Jäggy-Koechlin, Biel-Benken
Architekten: Martin Erny und Karl Schneider, Basel

 

 

 

 
   
 
1999: Oltinger Strassenräume
 
   

Das Oltinger Orts- und Strassenbild hat sich seit der frühen Neuzeit herausgebildet. Hausecken stehen noch kantig an ihrem angestammten Platz, Vorgärten wechseln mit Zufahrten und Parkplätzen, Mergel und Kies folgen auf Asphalt. Manchmal grenzt eine Grasfläche randsteinlos an die Strasse. Neues und Altes, Zufälliges und Geplantes fügen sich zu einem natürlich gewachsenen Ensemble.

 
 
   
2000: 50 Jahre Baselbieter Heimatschutz
 
 
   

Jubiläumsbroschüre mit folgenden Beiträgen:

  • Geleitwort (René Salathé)
  • Eine nowendige Vorbemerkung (Doris Huggel)
  • Streiflichter aus der Geschichte des Baselbieter Heimatschutzes (Othmar Birkner)
  • Susanne Müller: Reminiszenzen aufgezeichnet von Doris Huggel
  • Der Baselbieter Heimatschutz und seine Publikationen
    (René Salathé)
  • Prämierungen durch den Baselbieter Heimatschutz (Jürg Berrel und Doris Huggel)
  • Baueinsprachen in der Praxis: Zwei Beispiele (Elisabeth Castellani)
  • Beratung von Gemeinden und Privatpersonen (Doris Huggel und Markus Jermann)

Die Broschüre kann zum Preis von CHF 20.- bestellt werden.

 

 
   
2001: Kloster Schönthal mit Pächterhaus
         Anbau Gemeindeverwaltung Biel-Benken
 
 
   

1. Anbau Gemeindehaus Biel-Benken

Das bestehende Gemeindehaus mit Walmdach stammt aus dem 18. Jh. An dessen Rückseite fügt sich der eingeschossige, flach gedeckte Neubau mit einem Zwischengelenk (Seiteneingang) in axialer Ausrichtung an. Unter völligem Verzicht auf formale Zitate aus der historischen Bausubstanz gliedert sich der architektonisch eigenständige Neubau viel bescheidener ein als er dies mit einer den ortsüblichen Vorschriften entsprechenden Dachkonstruktion getan hätte. Sie hätte nicht nur das Volumen vergrössert, sondern auch bei der Gelenksituation zwischen Alt und Neu Probleme gebracht. Bei der Prämierung wurde besonders die aufgeschlossene Haltung der Gemeinde hervorgehoben.

Auftraggeberschaft: Einwohnergemeinde Biel-Benken
Architekt: Jürg Berrel, Biel-Benken

2. Kloster Schönthal, Renovation der Klosterkirche und Neubau des Pächterhauses

Im Schönthal wurden die kulturellen Aktivtäten von John Schmid gewürdigt. Durch die sanfte Renovation der romanischen Klosteranlagen wurde das Schönthal zu einem besonderen Ort der Kulturschaffenden. Der in diesem Zusammenhang entstandene Neubau des Pächterhauses will sich dem historischen Klosterensemble nicht anbiedern. Er steht daher etwas abgerückt und kommuniziert mit den frei in der Landschaft verteilten künstlerischen Plastiken.

Auftraggeberschaft: John Schmid
Architekt: Martin Erny (Erny+Schneider), Basel

 


 
   
2002: Altes Schlachthaus in Laufen
 
 
   

1997 erlebte der Bau des ehemaligen Schlachthauses seinen 100. Geburtstag. Es stand schlecht um diesen Jubilar - es drohte der Abbruch. Der Initiative des Heimatschutzes folgend, wurde im Frühling 1999 durch Othmar Birkner und Elisabeth Castellani-Zahir ein Gutachten zur Rettung dieses Baues ausgearbeitet. Dieses Gutachten verwies nicht nur auf die architektonische Bedeutung der neubarocken Dreiflügelanlage, sondern auch auf die wichtige städtebauliche Lage. Dieses Gutachten machte zudem auf neue Nutzungschancen aufmerksam. Der Baselbieter Heimatschutz gab hiermit den ersten Anstoss für die Rettung dieser einzigartigen Industrie-Architektur. Das mit der Gesamtplanung des Schlachthausareals beauftragte Team Jeker Blanckarts Architekten, Basel und Müller Bau AG, Laufen unter der Leitung von Heinz Jeker und Karl Hueber reagierte mit Sensibilität und Unternehmergeist. Die Stiftung "alts Schlachthuus" ermöglichte die Umsetzung der visionären Idee.
Mit der Rettung und Neunutzung des ehemaligen Schlachthauses ist auch ein Planungsprozess für eine reizvolle städtebauliche Weiterentwicklung im Bereich des Birsufers östlich der Altstadt gegeben.

Auftraggeberschaft: Stiftung "alts Schlachthuus"
Architekten: Jeker Blanckarts, Basel

 

 
 
   
2003: Römerstadt Augusta Raurica
 
 
   

Mit seiner diesjährigen Prämierung würdigt der Baselbieter Heimatschutz die wichtigste archäologische Stätte im Kanton Basel-Landschaft: die Römerstadt Augusta Raurica. Der Preis zeichnet das wegweisende Konzept der Römerstadt aus, das auf wissenschaftlicher Forschung, auf publikumsnaher Vermittlung sowie auf nachhaltiger Konservierung der europaweit einmaligen Anlage und ihrer Funde beruht.

 

weiter zum Bericht von Doris Huggel und Mirjam Brunner

 

 
 
   
2004: Villa Gelpke und Wirtschaft zum Rössli
 
 
   

Die Bauten sind Zeugen des industriellen Pioniergeistes und der vorindustriellen Bauernkultur im Waldenbuger Tal und werden für ihre originalgetreue Renovierung und Nutzung ausgezeichnet.

VILLA GELPKE, WALDENBURG:

Auftraggeber: Gedeon AG,
Architekt: Steinmann und Rey, Oberdorf

WIRTSCHAFT ZUM RÖSSLI, OBERDORF:

Auftraggeber und Architekt: Heini Dalcher, Jakob Steinmann

weiter zum detaillierten Bericht.

 
 
   
2005: Neues Gemeindehaus, Reinach
 
 
   

Das neue Gemeindezentrum gibt dem heute stark zersiedelten Ort einen Schwerpunkt und stiftet Identität. Ein repräsentativer Vorplatz führt zum Hauptgebäude, einem fein gestalteten Glasbau. Ein raffiniertes Gestaltungsmerkmal sind die geschosshohen Kippfenster, die dem Bau ein stimmungsvolles, schuppenartiges Aussehen verleihen.

Auftraggeber: Gemeinde Reinach
Architekt: Morger & Degelo, Basel

weiter zum detaillierten Bericht.

 
 
   
2006: Bauerngärten im Baselbiet
 
 
   

Das Gartenjahr 2006 ist für den Baselbieter Heimatschutz ein willkommener
Anlass, mit seiner Auszeichnung, die er in diesem Jahr am 21. Oktober
vergibt, die Baselbieter Gartenkultur zu würdigen. Dabei sollen nicht die
ohnehin reichlich bekannten und viel beachteten Grössen zum Zuge
kommen und für einmal auch nicht die erst in jüngster Zeit neu
entstandenen. Unser Interesse richtet sich auf die Baselbieter Bauerngärten
– auf einen Zweig der Gartenkultur, der auch in unserem Kanton eine lange
Tradition besitzt, namentlich in Verbindung mit den stattlichen Herrenhöfen
der Stadtbasler Oberschicht.

weiter zum detaillierten Bericht.

 

 
Marchmatt
 
   
2007: Gemeinde Nenzlingen
 
 
   

Nenzlingen will seine Wohn- und Lebensqualität auch in Zukunft sichern. In den letzten Jahren entwickelte die Gemeinde verschiedene Strategien, um ihr Wachstum anzukurbeln und gleichzeitig einer Zersiedelung der umliegenden Landschaft vorzubeugen. Der Baselbieter Heimatschutz findet die nachhaltige Entwicklungsplanung vorbildlich und zeichnet die Gemeinde Nenzlingen mit seinem diesjährigen Heimatschutzpreis aus.

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Nenzlingen
 
   
2008: Sanierung Realschule Aesch
 
 
   

Nach einem Wettbewerb 1958 wurde die Realschule Aesch (BL) 1960 – 1962 von den Architekten Walter M. Förderer, Rolf G. Otto und Hans Zwimpfer erbaut. Sie gehört zu den wegweisenden Leistungen der Architektur des 20. Jahrhunderts. Die vor rund 10 Jahren durchgeführte Renovation erwies sich als besonders anspruchsvoll. Vor allem mussten neue und grundlegende Forderungen der Isolation erfüllt werden. Wie weit erkannte man diesen Zusammenhang die Eigenart der architektonischen Erscheinung? Wie gross war die Bereitschaft architektonische Details zu erhalten?

weiter zum detaillierten Bericht.

 

 
Nenzlingen